Gemeinsame Forderung nach klaren Regeln zur B206 Prostitution

Dagmar Höppner-Reher, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Segeberg und Katja Rathje-Hoffmann, Landtagsabgeordnete und sozialpolitische Sprecherin der CDU Landtagsfrakltion

Dagmar Höppner-Reher, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Segeberg und Katja Rathje-Hoffmann, Landtagsabgeordnete und sozialpolitische Sprecherin der CDU Landtagsfrakltion

Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Segeberg, Dagmar Reher-Höppner und die sozialpolitische Sprecherin der CDU Landtagsfraktion Katja Rathje-Hoffmann, fordern gemeinsam klare Verhältnisse für die Anwohner und die Prostituierten an der Bundesstraße 206 zwischen Schafhaus und Bockhorn.

Prostitution ist ein konfliktbeladenes Thema. Sie folgt dem Prinzip von Nachfrage und Angebot. So lange Männer diese Dienstleistung nachfragen, wird es sie geben. Prinzipiell ist die Straßenprostitution an der Strecke nach Behördenangaben nicht erlaubt, weil es sich hier um eine „nicht genehmigte Sondernutzung“ handelt. Einig sind sich Rathje-Hoffmann und Höppner- Reher, dass die Anlieger dieses Straßenabschnittes sich zu recht über die Verhältnisse vor Ort beschweren. Sie stellen aber auch fest, dass die Bedingungen unter denen dort der Prostitution nachgegangen wird, menschenunwürdig sind.

Sowohl Höppner-Reher als auch Rathje-Hoffmann begrüßen die angekündigte Änderung des Prostitutionsgesetzes von 2002. „Gäbe es striktere und genau festgelegte Arbeits- und Sicherheitsbedingungen sowie Möglichkeiten zur Gesundheitsvorsorge für die Prostituierten, hätten wir dieses Problem an der Bundesstraße nicht“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte. „Wir fordern eine ordnungsbehördliche Erlaubnispflicht für Prostitutionsstätten und bessere Kontrollmöglichkeiten für die Behörden und die Polizei“, erklärt die Landtagsabgeordnete.

Beide Frauen fordern für die Prostituierten umsetzbaren Zugang zur Gesundheitsversorgung und mehr begleitende Sozial- und Beratungsangebote für die betroffenen Frauen. „Wir wollen, dass die Regeln zur Prostitution verändert und entsprechend unseren Forderungen formuliert werden und zugleich den Frauen geholfen wird, leichter aus dem Milieu auszusteigen.“

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